Projektplan

 

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Projektplan

 

An dieser Stelle stellen wir Ihnen den Projektplan für ein dörfliches Entwicklungsprojekt vor, das von der APDP ins Leben gerufen wurde und für das Projektträger gesucht werden. Wenn Sie Interesse daran haben, wenden Sie sich bitte an uns. Wir können Ihnen dann ausführliches Material zusenden.

 


Plan für ein dörfliches Entwicklungsprojekt

Postanschrift

APDP c/o Bercon

B.P. 3247

Conakry (Rép. de Guinée)

West-Afrika

 

Kurzbeschreibung

APDP = Association pour la Promotion du Developpement de Pellal-Dalaba, 

eine von den Einwohnern des Dorfes Pellal-Dalaba gegründete Selbsthilfeorganisation. Das Dorf liegt im Futa-Djallon, Präfektur Dalaba, in Mittelguinea.

 

 

Projektträger im Entwicklungsland

APDP

Projektbezeichnung

Weiterentwicklung eines dörflichen Projekts

Land

Republik Guinea, Westafrika

 

 

Region/Ort

Futa Djallon

Präfektur Dalaba

Dorf: Pellal-Dalaba

 

 

 

 

Zielgruppe und Zielsetzung

Zielgruppe sind ca. 3.000 Einwohner des Dorfes Pellal-Dalaba, sieben kleine umliegende Dörfer und darüber hinaus. Das dörfliche Projekt befindet sich in der Präfektur von Dalaba in der Bergregion Guineas im Futa Djallon. Die Zielsetzung des Projektes ist es, das im Dorf vorhandene Potential zu bündeln, um eine bessere Zukunftsperspektive im Dorf zu schaffen, um so zu versuchen, die Landflucht einzudämmen. Durch den Aufbau eines Gemüsegartens und die Anpflanzung von Fruchtbäumen soll die Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln gesichert werden und darüber hinaus die Produktionskapazität gesteigert werden, um die ökonomische Lage der Gruppenmitglieder zu verbessern. Die Erweiterung der Schule um drei Schulklassen soll bis zum Anfang des Schuljahres 2000 vollendet sein, um den Schulkindern sowohl eine Ausbildungsmöglichkeit bis zum Ende der Grundschule im Dorf zu geben, als auch eine Schulkantine und eine Bibliothek einzurichten. Zur Zielsetzung gehört sowohl der Aufbau der Wasser- und Stromversorgung als auch die Ausbildung von Personal zur Wartung der zu erbauenden Anlagen. Das Ziel des Projektes ist auch die Verbesserung der medizinischen Basisversorgung der Bevölkerung durch die Ausstattung der schon errichteten Gesundheitsstation sowie den Bau von Latrinen und die Beschaffung von Medikamenten, um so das Leben der Einwohner in dieser Gegend nachhaltig zu verbessern und die Lebensqualität der Menschen auf dem Lande zu erhöhen.

Zusammenfassung der Projektziele

  • Die Sicherung einer kontinuierlichen Wasserversorgung unter Einsatz von kostengünstigen, einfachen und effektiven Technologien
  • Die Förderung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit der Bäuerinnen, zur Ernährungssicherung und Armutsbekämpfung (Ausbau der Gemüsegärten und Fruchtbaumbestände)
  • Die Stärkung des Selbsthilfepotentials in der Basis und der Ausbau der ländlichen kommunalen Infrastruktur
  • Die Standardausrüstung der Kranken- und Geburtshilfestation zu erweitern und der Aufbau eines Gesundheitsdienstes mit dem Ziel, akute und chronische Mangelzustände zu beheben, d.h. neben Beratung und Behandlung, Medikamente gegen Magen-Darm-Infektionen, HIV, Atemwegserkrankungen, Parasitosen, Hepatitis, Hautausschlägen, Malaria
  • Stärkung der lokalen Ressourcen für eine demokratische Entwicklungsplanung
  • Einbeziehung umweltschonender Energiequellen und angepasster Technologien bei der Weiterentwicklung des Projekts
  • Entwurf eines Süd-Nord-Konzeptes für ein langfristiges Fortbildungsangebot z. B. im Brunnenbau, im Bereich der angepassten Energiegewinnung und -verwendung
  • Sozio-kulturelle Beratung, Unterstützung bei der Planung und der Durchführung bestimmter Teile des Projektes
  • Unterstützung des Projektes in finanzieller und materieller Hinsicht

Entwicklungspolitische Begründung

Das Bildungs- und Gesundheitswesen ist derzeit in Guinea in einer äußerst desolaten Lage. Das Bruttosozialprodukt für die Erziehung beträgt 3,3%. Es existieren 38 Krankenhäuser, d.h. 186.474 Einwohner pro Krankenhaus. Die Geburtenziffer ist 48/1.000, die Sterblichkeitsrate ist 22/1.000, die Säuglingssterblichkeit ist 149/1.000. Alle bisherigen Entwicklungsprogramme zur Verbesserung  der Lebensqualität der Bevölkerung erleiden immer wieder Rückschläge wegen der mangelhaften Gesundheitsversorgung und Ausbildung der Bevölkerung. Um diese Kalamität zu bekämpfen, haben sich die Bürger und Einwohner des Dorfes Pellal-Dalaba zu einer Selbsthilfeorganisation zusammengeschlossen. Für die Entwicklung im Dorf gründeten sie  die "Association pour la Promotion du Developpement de Pellal-Dalaba" (= APDP).

Ein nachhaltiger Entwicklungsprozess kann erwartet werden, weil:

  • die Initiative für das Projekt aus dem Dorf kommt,
  • die Bereitschaft, Selbsthilfe zu leisten und zu koordinieren, vorhanden ist,
  • die Motivation und das Engagement beträchtlich sind,
  • die Kommunikation und der Erfahrungsaustausch mit anderen Akteuren unter dem Gesichtspunkt der Verbesserung der Lebensqualität ständig läuft,
  • die realisierten Teile des Projektes bisher allein von den Bürgern und den Einwohnern des Dorfes finanziert worden sind,
  • das Lehr- und Pflegepersonal vom Staat gestellt wird,
  • die Kantine unter anderem durch Gebühren und Einnahmen aus dem Gartenbau getragen wird,
  • Instandsetzung und Reparatur möglichst durch Einnahmen aus den Marktgebühren und Rückzahlung vom Steueranteil an das Dorf gesichert werden sollen,
  • die Erweiterung des Projektes vorgesehen ist durch:
    • weitere Beiträge der Bürger des Dorfes,
    • Projektpartnerschaften,
    • finanzielle und personelle Zusammenarbeit sowie karikative Unterstützungen.

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