Gesundheitswesen

 

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Das Gesundheitswesen in Guinea

 

Um Ihnen einen groben Eindruck zu vermitteln, folgen einige Zitate aus dem Artikel 'Mit Kräutern gegen Malaria und Aids' von Armin Jelenek im Deutschen Ärzteblatt, Jg. 101, Heft 23, S. B 1381, B1382:

 "Wesentlich ärmer als in Guinea geht es in kaum einem anderen Land zu: Im Entwicklungsindex der Vereinten Nationen taucht das westafrikanische Land unter 162 Staaten auf dem 150. Platz auf - der Grund wird spätestens beim Blick auf die statistischen Daten zur Gesundheitsversorgung deutlich: Für 7,3 Millionen Menschen stehen gerade einmal 35 Krankenhäuser zur Verfügung, ein Arzt muss theoretisch 10.000 Menschen versorgen. Allerdings nutzen nur 21 Prozent der Bevölkerung die staatlichen Gesundheitszentren - schließlich müssten sie für jede Behandlung etwa zehn Dollar bezahlen ... 'Bei einer Bevölkerung, die in der Regel nicht einmal zehn Dollar im Monat verdient. kann sich das kaum jemand leisten'.

Die Säuglingssterblichkeit beträgt 112 auf 1.000 Geburten, jährlich sterben mehr als 60.000 Kinder unter fünf Jahren an den Folgen der Unterernährung und an Malaria, 34 Prozent der Menschen sind mangelernährt, 48 Prozent haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, die Lebenserwartung liegt bei 47 Jahren...".

"Wenn (im Gebiet um N'Zerekore) bei der Geburt ein Kaiserschnitt notwendig wird, muss der Krankenwagen der Hilfsorganisation  'Ärzte ohne Grenzen' aus der nächstgrößeren Stadt gerufen werden. Zwei Stunden dauere die Fahrt über die kaum passierbaren Wege, und oft sei es für Mutter und Kind zu spät..."

"Eine internationale Studie ... zeigt, dass sich HIV/Aids inzwischen in Guinea ausbreiten. Verglichen mit dem südlichen Afrika ... ist eine Infektionsrate von 2,8 Prozent allerdings noch niedrig.

Doch auch die relative politische Stabilität Guineas hat ihre Schattenseiten. Weil das Land in den vergangenen Jahren von Bürgerkriegen weitgehend verschont blieb, flüchten viele Bewohner aus Liberia, Sierra Leone, Elfenbeinküste, Mali und Guinea-Bissau bei Unruhen und Hungersnöten nach Guinea. Experten schätzen, dass 600.000 bis 1,3 Millionen Flüchtlinge vor allem in der so genannten Waldregion um die Provinzhauptstadt N'Zerekore leben. Eine ungeheure Belastung für die ohnehin kaum vorhandene Infrastruktur. 'Viele Menschen kamen in den vergangenen Jahren wegen des Bürgerkriegs aus Elfenbeinküste zu uns ... und dort liegt die Infektionsrate mit Aids bereits bei zwölf Prozent'.".

Dass es Gesundheitszentren und Krankenhäusern - besonders fernab der Hauptstadt - oft an der selbstverständlichsten Ausstattung mit Geräten, Medikamenten, sogar Verbandsmaterial mangelt zeigen im Folgenden die angegebenen dringendsten Bedarfe.

Detaillierte Informationen können Sie bei dem Verein 'Partnerschaft mit Guinea e.V.' anfordern.

 

 

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Um Spenden für Krankenhäuser oder Gesundheitszentren in Guinea lagern zu können, benotigen wir einen Raum oder Räume ab mindestens 20 Quadratmeter. Als noch kleiner Verein sind wir nicht in der Lage, die Mieten dafür aufzubringen. Aber wir würden uns über jede Möglichkeit zum Lagern freuen und denen, die uns entsprechenden Platz zur Verfügung stellen, als gemeinnütziger Verein eine Spendenbescheinigung ausstellen.

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Krankenhaus Ignace Deen (Conakry)

Postanschrift

Hôpital Ignace Deen

Ministère de la Santé Publique

B.P. 5676

Conakry

Guinea

 

Telefon/Fax

(00224) 41 43 36

 

    Kurzbeschreibung

    Ignace Deen ist das älteste Krankenhaus Guineas. Es liegt im Stadtteil Sandervalia in Conakry. Es wurde von der französischen Kolonialmacht gegründet, im Kolonialstil errichtet und 1903 eingeweiht. Es trug damals den Namen von Noel Ballay, dem ersten Lieutenant Gouverneur von Kolonial-Guinea. Nach der Unabhängigkeit Guineas wurde es in Ignace Deen umbenannt und in den letzten Jahren komplett renoviert.  Es ist neben Donka Universitätskrankenhaus.

 

 

Krankenhaus Donka (Conakry)

Postanschrift

Hôpital Donka

Ministère de la Santé Publique

Directeur Général Prof. Dr. Bah

Conakry

Guinea

Kurzbeschreibung

Die Universitätsklinik Donka liegt im gleichnamigen Stadtteil Conakrys

 

 

 

 

Dringendster Bedarf

Sonographiegerät für die Diagnostik der Schwangerschaftsentwicklung

Platten mit Schrauben für Oberschenkel, Beine, Unter- und Oberarme

Nägel für Oberschenkel, Schienenbeine

Spindeln, Autoclav, elektrische Bohrer

Chirurgenbesteck für Amputation, Osteosynthese, Osteotomie

Werkzeug zum Nägelziehen

elektrisches Skalplell

Saugapparat

poupinel

OP-Tisch

OP-Liegen

orthopädische Betten

Wagen für OP-Bereich

Verbandraum

Waschtisch

Untersuchungstische, -liegen

Nachttische am Patientenbett

Betrachtungsgerät für Röntgenbilder

Nadelvernichter

Rollstühle

Sackkarre/Transportwagen für Möbel

große Desinfektionsbehälter

boîte proctologique

Ultraschallgerät

OP-Bauchkasten

Mammografiegerät

bistouri (lames)

elektrische und mechanische Absaugvorrichtungen

Tragbahren

Blutdruckmessgeräte

Bettbezüge

Matratzen

Nierenschalen

Kofferradios

Stethoskope

Bettlaken

Arztkittel

OP-Hosen und -Kittel

Harnkatheter

Urinbeutel

Leukoplast

Watte

Desinfektionsmittel (Haut)

Flüssigseife

potence métallique

champs opératoire

OP-Schuhe

Schreibmaschinen

Computer

 

 

Bedarf an Medikamenten:

cédilamid inj

sérum glucosé 5 %

Ringerlösung

sérum salé 9 %

flagyl perfusion

plasma perfusion

diazépan (für Injektion)

vogalène (für Injektion)

solumédrale

Magnesiumsulfat

soxan (für Injektion)

hydergine (für Injektion)

Chinin (für Injektion)

aspégine (für Injektion)

poleramine (für Injektion)

viscéralgine (für Injektion)

 

Gesundheitszentrum Kouléwondy (Conakry)

 

Postanschrift

Ministère de la Santé Publique

Direction Régionale de Conakry

Centre de Santé Kouléwondy

Dr. Youla

Conakry

Guinea

 

Dringendster Bedarf

Sonographiegerät für die Diagnostik der Schwangerschaftsentwicklung

Kurzbeschreibung

Das Gesundheitszentrum als zentrale Ambulanz verdankt dem Stadtteil Conakrys seinen Namen, in dem es liegt. Die Gebäude wurden ab 1936 als Poliklinik des Krankenhauses Ballay (jetzt: Ingnace Deen) errichtet.

Es wurde 1992 im Zuge der geänderten Gesundheitspolitik gegründet und dient der medizinischen Grundversorgung der Bevölkerung zu erschwinglichen Kosten.

 

Einzugsbereich

In Übereinstimmung mit der Karte für das Gesundheitswesen der Stadt Conakry deckt das Zentrum die Stadtteile Kouléwondy, Sandervalia und Téminétaye mit einer auf 20.150 Einwohnern geschätzten Bevölkerung ab.

Das bedeutet, dass die Aktivitäten für diese drei Stadtteile an das Zentrum gebunden sind, und jene für die anderen Stadtteile werden registriert mit Blick darauf, verlässlichen Statistiken Rechnung zu tragen

 

Arbeitsfelder

- Präventive Aktivitäten (Impfen, Familienplanung)

- Kurative Aktivitäten (Behandlung, Pflege, Sprechstunden). Ein Behandlungszimmer ist eingerichtet für kleinere Wundversorgungen und Injektionen.

- Betreuung der Frau in der Schwangerschaft (pränatale Sprechstunde)

- Normale Entbindungen

- Ernährungsberatung für Kinder von 0 bis 3 Jahren

- Träger eines Laboratoriums für biochemische (Albumine), hämatologische (zytobakteriologishe Untersuchungen des Urins) und Stuhluntersuchungen

 

Ziele

Aufklärungsarbeit im Kampf gegen AIDS, Kampf gegen verhängnisvolle Praktiken (Frauenbeschneidungen), Fitness-Förderung

 

Personal 

32 Angestellte: 2 Ärzte, 1 Biologe, 2 Krankenpfleger/-schwestern, 5 Angestellte im Gesundheitswesen, 8 medizinisch-technische Assistenten (MTA), 1 Fachkraft für Prävention und Aufklärung, 1 Hebamme, 6 Fachkräfte im Labor, 1 Hilfspfleger/-schwester, 2 Geburtshelferinnen, 1 Aufseher

 

Gesundheitszentrums Tombolia (Conakry)

Postanschrift

Ministère de la Santé Publique

Centre de Santé de Matoto

Dr. Cathérine Louq

B.P 585

Conakry

Guinea

 

Telefon

(00224) 41 20 32

 

Dringendster Bedarf

2 Mikroskope, 15 Betten, Schränke, einen Kasten gynäkologischer, chirurgischer Instrumente (boîte gynécologique, chirurgicale), 5 Blutdruckmessgeräte, Stühle, einen Rollstuhl für die Zahnarztpraxis,  Untersuchungsliegen, 1 PC, 1 Drucker und 1 Fotokopierer

Kurzbeschreibung

Das Gesundheitszentrum Tombolia liegt am Rande von Conakry, im Gebiet Anta-Süd (Stadtteil); erbaut, aber nicht fertig gestellt von der Gesellschaft Soloprimo, wurde es in diesem Zustand vom Gesundheitsministerium gegen Ende 1997 im Hinblick auf seine Eröffnung eingerichtet.

 

Einzugsbereich

Das Gesundheitszentrums Tombolia, das zuvor nur die Bevölkerung von 3 Gebieten umfasste, nämlich Wassawassa, das Dorf und die Stadt Tombolia, mit einer Gesamtbevölkerung von 13.604 Einwohnern, muss seitdem den ganzen Bezirk Tombolia mit einer Gesamtbevölkerung von 64.588 Einwohnern abdecken.

 

Ziele

Tombolia ist zwar für die Öffentlichkeit zugänglich; aber die Nutzungsquote ist jedoch weit entfernt davon, 100 % zu erreichen, trotz fortschreitender Verbesserung. Diese beruht auf dem Bemühen des Zentrums und des Aufsichtsgremium im Rahmen der Information und der Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Es muss auch hervorgehoben werden, dass die Subvention, die von der Regierung den Gesundheitszentren gewährt wird, seit dem Jahre 2002 zur Verbesserung der Akzeptanz des Gesundheitszentrums beiträgt, nämlich durch die Instandhaltung der Farbe, die Errichtung von Trennwänden, die Wasserversorgung etc.

 

Personal

- 2 Ärzte

- 17 Krankenpfleger/-schwestern unterschiedlicher Art

- 6 öffentliche Angestellte

- 2 Geburtshelferinnen

- 1 Aufseher

und ein Aufsichtsgremium, das aus 6 aktiven Mitgliedern besteht.

 

Kommunales Krankenhaus von Siguiri

Postanschrift

Hôpital de Siguiri

s/c AVODEC

B.P.: 3256 Kaloum

Conakry - Rép. de Guinée

 

Dringendster Bedarf

Betten, Bettgitter

Nachtschränke

Rollstühle

Verbandsmaterial

PCs

Kurzbeschreibung

Das kommunale Krankenhaus von Siguiri liegt im Nordosten Guineas, ca. 800 km von Conakry entfernt. Es wurde im Jahre 2003 errichtet, und es fehlt so gut wie an allem.

 

Einzugsbereich

Es ist das einzige Krankenhaus in der ganzen Präfektur von Siguirri an der Grenze nach Mali. Es soll die medizinische Versorgung von etwa 70.000 Menschen abdecken.

 

 

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